Die Wette. Zyklus Nr. 1
Die Wege der Autoren kreuzen sich rein zufällig, doch der Himmel der Literatur steht nur den Besten offen. Der Einsatz ist hoch: 500 Euro für den, der bis zur nächsten Leipziger Buchmesse einen lukrativen Buchvertrag ergattert. Doch hinter den Kulissen geht es um mehr. Gott pokert mit dem Teufel. Mephisto, Fürst der Hölle, lädt Johann, den Dichterfürsten, zum letzten Würfelspiel vor dem jüngsten Gericht. Der Club der Toten Dichter wirft die Macht des Thanatos in die Waagschalen des Schicksals. Zehn Autoren buhlen um die Gunst des Literaturhimmels, doch nicht alle können siegen. Das Schicksal fordert alles, manchmal sogar das Leben …
Heft Nr. 1: Meeting Hugo Bain von Michael Mühlehner.
Print: ISSN 2190-9776, 3,50 € Erstausgabe zur Frankfurter Buchmesse 2010.
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Der ehemals erfolgreiche Heftroman-Autor Frank Trash wurde zum zweiten Mal vom Blitz getroffen und ist unfreiwillig zum Wirt des Dybbuks Garamant geworden. Aufgrund seiner zunehmenden geistigen Verwirrung, wie Trash meint, verspürt er kaum noch Lust zu schreiben. Sein Agent will ihn jedoch um jeden Preis wieder ins Geschäft bringen, indem er ihn auf das Projekt “Nicolas Flamel” ansetzt, der angeblich vor 500 Jahren den Stein der Weisen gefunden haben soll. Lambert, der sich ursprünglich mit der Biographie befasst hatte, ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Und dann taucht plötzlich Hugo Bain auf – ganz real und quicklebendig, obwohl er die Hauptfigur von Trashs Heftromanserie ist – und jetzt als Auftragskiller eine blutige Spur quer durch Europa zieht. Wie es sich für einen ordentlichen Heftroman gehört, kommt es in Leipzig, der Bücherstadt, zum ersten Showdown.
Mühlehner kann bereits auf etliche Anthologie-Veröffentlichungen (einige im Wunderwaldverlag) und zwei “richtige” Buchpublikationen blicken:
Masken des Todes, ISBN 978-3-8370-7528-1
Die Zero-Verschwörung, ISBN 978-3-8391-5123-5
Eerste Veröffentlichung in den 80igern, Kurzgeschichte bei John Sinlair, 2. Auflage. 1996: Kurzgeschichte »Begegnung am Rand der Großen Leere« beim Pabel Verlag, Perry Rhodan-Fan-Taschenbuch. 2004: Wurdack-Verlag, Story-Olympiade. »ES LEBT!« Aus den Äonen …” 2005: Wurdack-Verlag, Noch mehr Gute Nacht Geschichten. »Isidor, das kleine Nachtgespenst « 2005: Wurdack-Verlag, Pandaimonion V ENGEL. »Engelsfeuer« 2007: Wurdack-Verlag, Pandaimonion VII DANSE MACABRE, »Totentanz« 2008: BoD »Masken des Todes« Krimi/Roman 2009: BoD »Die ZERO-Verschwörung« Krimi/ Roman 2009: WortKuss-Verlag, DAS IST UNSER ERNST! Kurzgeschichte: »Lord Wurdag« 2010: WunderWaldVerlag, Die Saga der Drachenschwerter. »Blutschwur« 2010: WunderwaldVerlag, Mystische Helden, Wald ohne Wiederkehr. »Elfenzauber«
Heft Nr. 3: Leipolds Vertrag von Frederic Brake.
Print: ISSN 2190-9776, 3,50 € ab 11.11.2010.
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Auch Frederic Brake wendet sich dem Autorenthema Nr. 1 zu: Alkohol. Sein Protagonist Jason Manz ist ebenfalls eine gescheiterte Existenz, seit Jahren von Schreibblockade heimgesucht und längst bei seinem Agent durchgefallen. Da trifft er Bornholm, sein erfolgreiches Gegenstück. Bornholms Körper gleicht dem einer Mumie. Zu Jasons Entsetzen wirft Bornholm sich vor die nächste U-Bahn, nachdem er Manz eine Telefonnummer in die Hand gedrückt hat, die Jason in seiner Verzweiflung anruft. Da tritt der geheimnisvolle Fritz Leipold in sein Leben und unterbreitet ihm ein unerhörtes Angebot, für das er von Jason nur ein Tröpfchen Blut verlangt – und ein Stück seiner Seele …
Frederic Brake lebt und schreibt in der Draht- und Burgstadt Altena i.W. Er ist mit einer bezaubernden Frau verheiratet und stolzer Papa eines Sohnes. Obwohl schon 1970 geboren, hat er das schriftstellerische Licht der Welt erst im November 2008 erblickt, als er wider jede Vernunft auf www.kurzgeschichten.de seine allererste Kurzgeschichte veröffentlichte. Seine erste Printveröffentlichung erschien bald darauf im Golem im Januar 2009. Es folgten schnell weitere Veröffentlichungen, u.a. im Story Center 2009 und den fantastic episodes, zum Teil auch als Hörbuch und inszenierte Lesung. Überraschend, aber umso glücklicher empfunden, war der dritte Platz beim William- Voltz-Award 2009, etwas, das dem Autor sehr viel bedeutet und ihm viel schriftstellerischen Auftrieb gegeben hat. Zahlreiche Veröffentlichungen folgten 2009 und 2010, sowohl in gedruckter Form wie auch als Hörspiel. Mehr über den Autor und seine bisherigen Veröffentlichungen erfährt man unter: www.hinterhofderfantasie.wordpress.com
Heft Nr. 4: Paul DeLux von Theresa Gerks.
Print-Ausgabe 13.12.2010, vergriffen
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
KLEIN in einer großen Welt – so könnte man Heft Nummer 4 überschreiben. Paul DeLux von Theresa Gerks steigt in die Eisen und wendet sich einem Thema zu, das man in der Literatur eher vorsichtig beäugt. Denn Paul heißt nicht nur der “Kleine”, sondern er ist tatsächlich kleinwüchsig und überfordert mit einer Welt, die ihn nicht braucht. Die Rebellion gegen sich selbst und seinen Körper betreibt er in einem monotonen Alltag, der aus Putzen, Saufen, Schlafen, Fernsehen und Schreiben besteht und hin und wieder einer Steuererklärung für seinen Bruder. Nach einer weiteren durchzechten Winternacht landet er im Foyer des Rathauses, in dem Audrey mit dem Schrubber ihre Runden dreht. Er beschließt, ihr sein Manuskript zu zeigen. Und Audrey unterbreitet ihm eine wahnwitzige Idee …
Theresa Gerks – zwischen Partys und Poesie. Als ich um eine Bibliographie bat, bekam ich eine fünfseitige Zusammenfassung der letzten drei Jahre. Ziemlich gute Leistung für eine Jungautorin Jahrgang 1993! Wie es sich für eine März-Geborene gehört, begann sie 2007 ihren Weg mit dem ersten Platz für das Drehbuch zum Film „Topmodel-Wahnsinn in Burgsteinfurt“ beim 1. Steinfurter Amateur-Filmwettbewerb, der von Lennart Böwering und Dorothé Ruß umgesetzt wurde und in dem Gerks übrigens auch mitspielte. 2008 folgte der 5. Platz in der Altersklasse C des Tom-Sawyer-Preises der Stadt Rees mit Der göttliche Spruch in der Anthologie „O, mein Gott!“, edition anderswo. 2010 erschienen gleich drei Anthologiebeiträge: Ende und Anfang in „Smaragd Saturn“, Wunderwaldverlag, weg in „Lichtlos“, Balthasar-Verlag und Jetzt. Sofort. zusammen mit Lara Geisen im Jahrbuch „Ideale suchen 1. *Gedichte *Geschichten *Geistreiches“. Wenn sie nicht gerade Preise einheimst, philosophiert sie auf ihrem Blog www.TheresasTintenTraeume.blog.de oder schreibt Rezensionen auf vorablesen.de. Und weil ihr das immer noch nicht reicht, widmete sie sich von 2007 bis 2009 der Schreibwerkstatt der Autorin Gerlis Zillgens unter www.hierschreibenwir.de. Die zwei daraus resultierenden Bände der ckk-Reihe „Alles Emma – oder was?“ und „Alles Emma – auf ein Neues!“ sind bereits 2009 im rowohlt-Verlag erschienen. In der Schreibwerkstatt konnte Gerks überdies zwei dritte und einen zweiten Platz verbuchen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis wir den ersten „richtigen“ Roman von ihr zu sehen bekommen.
Heft Nr. 5: Joe Browns Begräbnis von Bettina Unghulescu
Print: ISSN 2190-9776, 3,50 € ab 17.01.2011.
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Johanna hat Hunger. Und liebt Tierlexika. Ihre Mutter, arbeits- und hoffnungslos, hat ihre pubertierende Tochter längst vergessen, während Johanna immer weiter durch das soziale Netz fällt. Der Gerichtsvollzieher ist bei ihnen Dauergast, bis plötzlich der Notar Hupprich einen geheimnisvollen Brief mitbringt. Von diesem Moment an ändert sich Johannas Leben. Der versiegelte Brief katapultiert Johanna und ihre Mutter aus der sozialen Unterschicht in die Welt der Superreichen, in der sie fortan ihre Rollen spielen und sich weiterhin mit Kuchen und anderen Wohltätigkeiten nötigen lassen müssen. Nach ein paar Jahren in der neuen Welt kehrt sie als Joe Brown zurück in die Armut. Erst bei einem etwas zu burlesken Rollenspiel, als ihr Martin über den Weg läuft, stellt sie fest, dass auch Bücher lügen können. Das ist die Initialzündung für Johanna. Sie nimmt die Fäden in die Hand und lässt Macht und Einfluss spielen, um der Welt der Bücher Herr und Meister zu werden.
Bettina Unghulescu – so mancher Autor flucht sicher heimlich, wenn er sein Manuskript nach ihrem Lektorat wieder in den Händen hält, nicht nur wegen der vielen unleserlichen Anmerkungen. In ihrer Freizeit blogt sie über ihr Lieblingsthema „Heimat“, tobt sich im „Seitenstecher“ in einem SF-Club aus und liebt es, ihre Umwelt mit geschliffenen Wortdrechseleien zu malträtieren. Fast noch lieber greift sie zu diversen Flöten oder in die Tasten ihres Elektroklaviers. (Von dieser Aktivität gibt es keine Zeugnisse, was vielleicht auch ganz gut ist.) Zur Schreiberei kam sie ganz unspektakulär in der zweiten Klasse, als sie ihre Familie mit einer Geschichte über ihre Barbie erfreute. Im richtigen Leben ist sie geprüfte Psychologische Beraterin und „Familienmensch“. „Ich weiß nicht, ob ein Bestseller das Ego aufpoliert“, sagt sie. „Kultur besteht nicht aus den Glanzlichtern, sondern den Apfelessigbeiträgen vieler Leute. Deshalb nenne ich mich lieber ‚Kulturschaffende’. Das klingt nach mehr Möglichkeiten.“ Ihre erste „ernsthafte“ Veröffentlichung ist das Buch „Heimatsch(m)olle(n)“, in dem sie einen schelmischen Blick auf die Probleme einer Migrantenfamilie der 1970er Jahre wirft.
Heft Nr. 6: Zeitkabinett von Max Pechmann
Print: ISSN 2190-9776, 3,50 € ab 08.02.2011.
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Viktor Horkens Leben könnte so schön sein. Wenn er sein altes Leben noch hätte, das aus Wein, Weib und Gesang bestand und sich auf seinem Ruhm als Trash-Bestseller-Autor begründete. Aber sein letzter Roman hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht – und weg war er aus dem Literaturolymp. Da klingelt das Telefon und der Anwalt seines verstorbenen Onkels meldet sich. Ob er Interesse hätte, die Villa seines Onkels zu erben? Der Haken: Die Villa würden nicht mal die streundenden Hunde freiwillig betreten, da sie früher dem seltsamen Zeitgenossen Lazarus Kupfer gehört hat, der wie wie Viktors Onkel auf mysteriöse Weise eines Tages spurlos verschwand. Viktor wittert die Come-Back-Chance: seltsames Haus, ungeklärte Umstände des Todes seines Onkels – das ist die Story schlechthin fürs nächste Buch! Doch kaum ist er eingezogen, begegnet er lauter merkwürdigen Gestalten, Wasser rauscht durch die Wände des Hauses und dann ist da noch Sally Bell, das Sternchen einer Girl Band, das in einer Zeitblase gefangen ist und bevorzugt auf Frühstücksbrötchen landet …
Max Pechmann – Kurzbiographie: Jg. 1973, besuchte dieselbe Schule wie dereinst Algernon Blackwood. Studierte und promovierte in Heidelberg. Hin und wieder tätig als Dozent, regelmäßig tätig als Autor, Rezensent und Essayist. Veröffentlicht Filmartikel im Magazin „Phantastisch!“. Fragt sich dabei u. a., wieso so viele Genrefilme an den Polen spielen und wer eigentlich in Geisterhäusern spukt. Seine Serie „Prähuman“ gilt bisher als Geheimtipp, was sich natürlich ganz schnell ändern kann … Kurzgeschichten: Hexe! Hexe!, Fantasia 210/211; 2008, | Gold, Saturn-Anthologie; 2010 | Ärger mit Mimi, Erik Schreiber (Hrsg): Geheimnisvolle Geschichten 2, 2011 – beide Wunderwaldverlag Hörbuch: Celeste – Das Geisterschiff, Action Verlag 2011; im Erscheinen Ebooks: Prähuman-Serie, Gratisdownload auf www.geisterspiegel.de: Das Geheimnis der Hyperzivilisation | Angriff der Anderen | Frederic Tubb funkt SOS | Und es gibt sie doch! (weitere Bände in Vorbereitung) E-Texte: Wilhelm | Major Gribbs seltsamer Bericht | Joeys Geständnis – alle auf geisterspiegel. de
Heft Nr. 7+8: Auf Messe(r)s Schneide / Einschnitte. Sonderausgabe zur Leipziger Buchmesse 2011 von Thomas Bosl und Bettina Unghulescu
Print: ISSN 2190-9776, 3,50 € ab 14.03.2011
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Teil 1: Okay, ich geb’s zu. Man könnte dieses Heft als Abrechnung sehen. Wohlgesonnene Zeitgenossen könnten aber durchaus eine sehr nahe an der Wahrheit angesiedelte Geschichte dahinter vermuten. Und tatsächlich ist vieles, was Thomas Bosl und Bettina Unghulescu im ersten Teil Auf Messe(r)s Schneide berichten, tatsächlich so geschehen. Dabei musste sich Thomas Bosl, ganz frischer Jungautor, gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Er lässt Aaron Tamino mit den Gegebenheiten der Verlagswelt zusammen stoßen – Absagen, Selbstüberschätzung, komische Reaktionen der Umwelt und – schließlich die Chance, als er schon gar nicht mehr daran glaubt. Bis es soweit ist, stolpert die (Klein-)Verlegerin Sabine Stiebach-Haucke von einer absurden Situation in die nächste, nur weil sie Bücher und keine Waschmaschinen verkauft. Kurz bevor sie aufgeben will, erreicht sie ein schicksalshafter Anruf.
Einschnitte. E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Aaron Tamino hat es geschafft. Als Silvio Canetti könnte er die Messe rocken, zusammen mit seiner Verlegerin Sabine Stiebach-Haucke. Gäbe es da nicht die Protagonisten der Vorläufer-Hefte. Der Leser trifft den psychotischen Jason Manz wieder, der nur noch mit Schießeisen herumläuft, Frank Trash, der plötzlich von aller Welt verstoßen scheint. Viktor Horken findet sein Heil in Sally Bell, die sich sofort mit Scarlatti, dem zweitmächtigsten Mann des Burning-House-Imperiums, anlegt. Und seine Chefin, Johanna von Brauninger, sitzt und schaut und – lächelt. Dazu kommen vier Autoren, die sich zum ersten Mal live und in Farbe treffen, nachdem sie monatelang in ihrem Forum auf ihren Verleger geschimpft haben. Doch stammen wirklich alle Figuren aus unserem Universum? Oder hat die Hölle mal wieder eine teuflische Karte ausgespielt und einen Dämon auf die Menschen angesetzt? Und noch wichtiger. Wer in diesem Spiel ist Mensch, wer Dämon? Die Antwort allein kennt Fritz Leipold. Glaubt er zumindest. Und so kommt es zum vorerst entscheidenden Showdown, an dessen Ende wieder alles offen ist …
Heft Nr. 10: Mr. Blue von Harald Landgraf. Sonderausgabe zur Leipziger Buchmesse 2011
Print-Ausgabe 14.04.2011, vergriffen
Oh, oh, oh … Mephisto. Was hast du bloß angerichtet? möchte man ob der Eskapaden, die sich Harry M. Liedtke für den Höllenfürsten ausgedacht hat, ausrufen. Diesen (Ver-)Zweiflern kann ich das Heft seines Namensbruders Harald Landgraf wärmstens empfehlen, denn der (Land-)Graf begibt sich in die Niederungen der Genmanipulation und gleichzeitig in die Anfänge der Heftromane: ein ermittelnder Journalist, eine schöne Frau und eine ganz dreckige Geschichte. Arthur McCormick, Journalist mit Leib und Seele, epischen Ausfällen und besonders schlecht auf Verleger zu sprechen, trifft Dr. Isabelle Dumont zufällig in einem Café. Zwar hat er gerade mit der Messe-Wette abgeschlossen – wozu? seine Frage – doch ihre Story weckt seinen Jagdinstinkt. Isabelle ist angeblich einer “ganz heißen Story” auf der Spur und lädt ihn in ihr privates Labor ein. Tatsächlich hat sie ein Mittel entwickelt, das mit nur wenigen Minuten Workout die Muskeln unglaublich anschwellen lässt. Fast zeitgleich wird ihr Kollege Dr. Jasper Kaiser ermordet, mit dem sie dieses Mittel entwickelt hat. Isabelle, die großzügig an sich selbst experimentiert, scheint mit wachsendem Muskelumfang ihren Realitätssinn zu verlieren, plötzlich taucht James Black auf und dann ist da noch Dr. Sascha Texas im Leipziger Institut, wo ähnliche Experimente laufen. Ob das vielleicht die Hammerstory für den Supervertrag ist? McCormick entdeckt nicht nur die Welt der Genetik, sondern auch die offen stehende Kellertür in Isabelles Haus. Und dort trifft er – Mr. Blue …
Heft Nr. 11: Atlas van Raien von Anja Rosok
Print-Ausgabe 07.05.2011, vergriffen
Er bestellt einen Kaffee und trinkt ihn nicht. Er verweigert die Zeitungslektüre, weil ein Wasserfleck die erste Seite verunziert. Atlas van Raien ist so neurotisch, dass es selbst Sigmund Freud gegraust hätte. Nicht einmal Oscar, ein Mit-Wetter, kann ihm einen Beitrag entlocken, denn Atlas ist scheinbar resistent gegen Ruhm und Reichtum. Dass dahinter das Verbot seiner Frau steht, jemals wieder ein Buch zu schreiben, dass er nichts anderes mehr tut als zu recherchieren, Kaffee zu trinken und in Cafés herumzuhängen, ahnt niemand. Doch dann erleidet Atlas ob seiner Phobien einen folgenschweren Unfall. Im Krankenhaus begegnet er Piet Hanssen, dem Legastheniker und beschließt, ihn mit einem fulminanten Fantasy-Epos zu “heilen”. Emma, seine Frau, verlässt ihn frustriert, und Atlas, völlig verwahrlost und sich selbst und seinen Ängsten überlassen, betritt mit seinem letzten Roman das gefährlichste Terrain, das er sich vorstellen kann …
Hat Anja Rosok, die Autorin des Heftromans, für ihren Autor nur still und heimlich in sich selbst hineingeschaut? Ganz bestimmt wohnen zwei oder mehr Seelen in ihr, denn sie ist in zwei Bundesländern zu Hause. Sie lebt und schreibt in Baden- Württemberg und in Essen, der Kulturhauptstadt 2010 (NRW). Glücklich verheiratet und mit zwei bezaubernden Kindern hat sie die Zeit und Muße, sich ihrem Hobby, der Schreiberei, zu widmen. Wie auch Frederic Brake wurde sie in den 70er Jahren geboren und ging mit ihrer ersten Kurzgeschichte 2008 an die Öffentlichkeit. Seither konnte sie sich über gedruckte Veröffentlichungen in verschiedenen Verlagen freuen. Sie schrieb u.a. in der Anthologie Smaragd Saturn „Die smaragdgrünen Ringe des Saturn“, herausgegeben von Michael Milde und 03/2010 im Wunderwaldverlag erschienen. Aber auch weihnachtliche Geschichten für Kinder („Die Schnuckies“/Sperling-Verlag 2010) und Mysterie- Horror für Erwachsene in „Die Villa“ (Navi des Grauens/ P&B-Verlag 02/2011) verließen ihre Feder. Wenn sie nicht der ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nachgeht, nutzt sie die Zeit und „spinnt“ ihren nächsten Roman.
Heft Nr. 12: Der Kristallsee von Eberhard Leucht
Print: ISSN 2190-9776, 3,50 € ab 10.06.2011
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Simon Beer hat andere Dinge im Kopf, als sich mit der Wette auseinanderzusetzen, die seine Kollegen beschäftigt. Ihn treibt Liebeskummer um und er beschließt, sich in seinem Heimatdorf zu erholen. Dort findet er Inspiration am Kristallsee, ohne zu ahnen, dass er genau hier in die Falle geht. Denn niemand anders als Lessandra, Abgesandte der Hölle und Ashuras Handlangerin, stiehlt sich in seine Träume und bestimmt plötzlich sein Leben. Sie will ihn zu Ruhm & Reichtum – und die Abhängigkeit der Höllenmächte führen und könnte damit sogar Erfolg haben, wenn da nicht plötzlich Antonia wäre.
Eberhard Leucht ist kein Unbekannter im Verlagsleben. Mit seinem Lit.Limbus-Beitrag begibt er sich in ruhigere literarische Gefilde, wobei er seine Geschichte mit einer waschechten Sexszene kührt. Aber das ist nicht alles. Wer sich bisher mit seinem LL-Heft versteckt hat, weil er es nicht “niveauvoll” genug fand – was nicht wirklich der Fall ist – wird hier zu philosophischen Ausflügen eingeladen, wandelt in Traumsequenzen, die weit in existentielle Fragen hineinreichen.
Heft Nr. 13: Jourfixe von Bettina Unghulescu
Print: ISSN 2190-9776, 3,50 € ab 08.07.2011
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Mephisto ist beleidigt. Man wirft ihm Unfähigkeit vor – ihm, dem Herrscher der Hölle! Das will er nicht auf sich sitzen lassen und verzieht sich in sein Heimkino, um einen kritischen Blick auf die Wettteilnehmer zu werfen. Auch Johann ist gespannt, was sich auf der Erde tut, während die Heilige Johanna ein letztes Mal die Karten mischt und das Leben der Autoren beeinflusst. Die haben derweil Rache im Sinn und bereiten eine alles entscheidende Pressekonferenz vor, die die Machenschaften des Brauninger’schen Imperiums ans Licht bringen soll. Werden sie es schaffen? Findet Leipold, der Geist, endlich Erlösung? Wird Paul DeLux wirklich der Bestsellerautor des Jahres? Wird Manz mit dem Mord an Frank Trash konfrontiert? Kann Sally Bell Viktor Horkens Erinnerung reaktivieren? Und was passiert mit Silvio Canetti alias Aaron Tamino, der so vielversprechend durchstartete und dann heftigst abstürzte? Findet sich gar ein Autor, der aus diesem hitverdächtigen Stoff ein Buch zimmert? Und was sagt der Höchste aller Literaten, der Schöpfer persönlich, zu dem Schlamassel? In dieser allerletzten Wettabrechnung werden wir es erfahren …
