Dauerglühen
Es muss nicht immer gleich ein ganzer Zyklus sein! Auch die Freunde des kurzen Vergnügens kommen beim Dauerglühen auf ihre Kosten: abgeschlossene Romane für den literarischen Happen zwischendurch. Mitschreiben kann beim Dauerglühen jeder – so geht’s: kurzes Exposé für einen 36-Seiter (A5) mit Stichworten zu den Protagonisten an info@wunderwaldverlag.de
Achtung: Unverlangt postalisch eingesandte Manuskripte werden nicht zurückgeschickt, es sei denn, es liegt ein ausreichend frankierter Rückumschlag bei.
Jürgen Heimlich: Die Autorenpatenschaft – Lit.Limbus Nr. 20
Die Österreicher! Manchmal hat man schon das Gefühl, dass sie die Literatur (noch) ernster nehmen als wir. Und dass sie deshalb in mancher Hinsicht (noch) kreativer sind, um das WORT zum Glänzen zu bringen. Und Jürgen Heimlich ist in der Hinsicht besonders für seine ausgefallenen Ideen bekannt!
Am 1.12.2011 fand in den Räumlichkeiten einer Buchhandlung im zweiten Wiener Gemeindebezirk eine von einer Autorin initiierte Versteigerung von Autorenpatenschaften statt. Autorinnen und Autoren gestalteten eine Postkarte mit dichterischer Brillanz, und das geschätzte Publikum erhielt die Möglichkeit, zusätzlich zu dieser einmaligen Postkarte ein Buchpaket und dann auch noch einen der anwesenden Autorinnen oder Autoren zu ersteigern. Das lasse man sich bitte erst mal auf der Zunge zergehen! Tatsächlich wurde also der Autor Jürgen (ganz un-)Heimlich ersteigert und erarbeitete mit seinem Paten einen Text, der so knuffig war, dass ich ihn unbedingt herausgeben wollte. Die beiden sparen weder an skurillen Erlebnissen, die sich mit Liebe und Heimlichs Lieblingsthema, dem Tod, befassen, noch an einem derb-wienerischen Abgesang an Paten und Mündel. Heimlich, wie wir ihn mögen: handfest!
Der Roman erscheint voraussichtlich am 23.04. und wird ausnahmsweise 2,- € kosten.
Eberhard Leucht: Liebesgrüße aus dem Jenseits. Lit.Limbus Nr. 18
Carlisle Johnson ist ein Verlierer. Der Vertreter reist durch Amerika auf der Suche nach dem Glück und findet – das Grauen. Schon in der Schule war er der Prügelknabe der “Wolfsfratze”, die ihm in seinen einsamen Motel-Nächten begegnet. Auch deshalb sind Carlisles beste Freunde Jim & Jack. Just in dem Moment, als er sich mit den nächtlichen Halluzinationen einigermaßen arrangiert hat, taucht Wendy auf – Wendy, in die er einst verliebt war, die ihn jedoch nicht erhörte und dafür bitter büßen musste …
Eberhard Leucht hat bereits mit dem Roman “Der Kristallsee” gezeigt, dass verwunschene Geschichten nicht unbedingt blutrünstig daherkommen müssen. Das Grauen liegt im Detail, einem Bild, einer Begegnung oder einer Droge. Sein neuer Held Carlisle ist genauso einsam wie Simon Beer, aber im Gegensatz zu ihm machtlos. Wo Beer, der Fleisch gewordene Schriftsteller, noch Worte findet, ist Carlisle den Schatten seines Wahns hilflos ausgeliefert. Und am Ende … findet er das, was er sich gewünscht hat. Nur grauenvoller.
Dieser Roman ist der erste, der mit einem komplett schwarzen Cover erscheint. Titel & Autor werden mit weißem Lackstift aufgetragen – und macht jede Ausgabe zum Einzelstück.
Der Roman ist am 09.04.2012 erschienen und kostet wie alle Limben 3,50 €.
Der zweite Zyklus hat begonnen und mit ihm auch das “Dauerglühen”. Den Anfang macht eine ganz junge Autorin:
Phönixfeuer von Lisa Papic – Lit.Limbus Nr. 16
Arlo ist tot – zurück bleibt Reika, sein Bruder, der Letzte der Familie. Reika kann den Kummer nicht verwinden. Zufällig berichtet die Dorfälteste von einer Mutter, die ihren Sohn ins Leben zurückholte und selbst einen hohen Preis dafür bezahlte. Doch Reika beschließt, trotz aller Schrecken, die ihn erwarten, den Weg in die Totenlande anzutreten und Tuonela, den Fluss der Finsternis, zu überqueren. Er ahnt nicht, was er auf sich nimmt. Der Roman ist am 21.02.2012 erschienen und kostet wie alle Limben 3,50 €
Im ersten Zyklus beehrten uns Nadine Muriel und Jürgen Heimlich – here they are:
Heft Nr. 8 Die Gefährtin von Nadine Muriel
Print: ISSN 2190-9776, 3,50 € Erstausgabe zur Leipziger Buchmesse 2011.
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Aus lauter Langeweile wettet Geneviève mit ihren Freunden darum, ob sie sich traut, nachts über den Friedhof zu gehen. Als Beweis ihres Mutes soll sie etwas mitbringen und greift nach bangen Minuten in der Finsternis nach etwas, das sie auf einem Grab ertastet. Von nun an träumt sie Nacht für Nacht den selben Traum von ihr, die ihr keine Ruhe mehr lässt. In ihrer Verzweiflung ist Geneviève weder zu einer Bindung noch zu einem Studiumabschluss fähig und flieht für Jahre ins Ausland – ihren Traum immer dabei. Erst, als sie zur Familie ihrer Freundin eingeladen wird und auf deren Onkel Radewolf trifft, scheint eine Lösung ihres Alptraums in Sicht …
Geboren 1977 in Trier, lebt zur Zeit in Heidelberg. Die schreibwütige Lebenskünstlerin hat Germanistik, Soziologie und Indologie studiert und arbeitet nun als Schreibcoach, Holzfäller-gehilfin und Aktmodell. Sie hat bereits zahlreiche Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht, u.a. in Die Saga der Drachenschwerter im Wunderwaldverlag, Wovon träumt der Mond? sowie der Pandaimonion-Reihe (beide Wurdack Verlag). Ihre bevorzugten Genres sind Phantastik, Horror, Fantasy, Märchen und Lyrik. 2009 gewann ihre Kurzgeschichte Die azurnen Wälder den ersten Preis beim Literaturwettbewerb Vollmond des Hierreth Verlags. Ihre Gedichte wurden bereits vertont und ins Französische übersetzt. Darüber hinaus ist sie Mitglied in der Jury des Literaturwettbewerbs Storyolympiade. Ihr Romandebut Die Gefährtin ist das Ergebnis einer durchzechten Nacht im Freundeskreis, die damit endete, dass ein Würfelspiel stattfand – der Verlierer musste zur Strafe über den Friedhof gehen. Ob sich daraufhin tatsächlich alles so zugetragen hat wie in ihrem Debütroman? „Ich weiß es nicht, denn zum Glück traf es nicht mich“, erklärt Nadine Muriel. „Ich kann nur sagen, dass der nächtliche Friedhof äußerst gespenstisch war und es mich nicht wundern würde, wenn dort irgendwelche verlorenen Seelen auf Besucher lauerten …“ Weitere Infos zu Nadine Muriel gibt es auf ihrer Autorenwebsite www.atlantic-visioncinema- island.com. Ihr Schreibcoaching Federfunken findet man unter www.federfunken.wordpress.com
Heft Nr. 2, Zyklus 1: Die Weihnachtsgeister des Herrn Lau von Jürgen Heimlich
Print-Ausgabe zur Frankfurter Buchmesse 2010, vergriffen
E-Book: ISSN 2191-5245 bei Amazon für 2,68 €
Nr. 2 ist zugleich das erste Heft der Unterserie Dauerglühen und stammt aus der Feder von Jürgen Heimlich. Er widmet sich in Die Weihnachtsgeister des Herrn Lau einem unangehmen Zeitgenossen Namens Gerhard Lau. In Anlehung an Charles Dickens “A Christmas Carol” legt er eine sehr freie Adaption vor, die man so nicht kennt und deren Ende man auch nicht erwartet. Darf man heutzutage eigentlich noch Adaptionen schreiben? – Klar, und man kann sie noch besser lesen! Jürgen Heimlich gelingt es, neue Ideen in den Rahmen der bereits bekannten Handlung zu bringen. So kann man zwar Gerhard Lau als “Heuschrecke” sehen, wie sie vor ein paar Jahren von der deutschen Politik gescholten wurde. Doch die Eindringlichkeit mit der er Lau konfrontiert – genauer gesagt: mit den drei Geistern seines Lebens -, lässt den Leser in die Abgründe unserer Gesellschaft schauen.
Jürgen Heimlich ist übrigens kein Unbekannter in der Wiener Literaturszene und hat z. B. schon mit dem Werk “Friedhofsführer” auf sich aufmerksam gemacht.
Das diabolische Experiment ISBN 978-3867030793
Zentralfriedhofs-Führer: Der Wiener Zentralfriedhof individuell entdecken ISBN 978-3940921482
Blumfeld, ein älterer Arbeitsloser ISBN 978-3-902574-21-3
Die schüchterne Zeugin ISBN 978-3-902547-85-9
Jürgen Heimlich, *1971 in Wien, Verlagsausbildung, seitdem starkes Interesse für Literatur, und ab 1989 Anfänge als Autor. Zunächst Lyrik und lyrische Prosa, dann Theaterstücke (Stückbörsekatalog 2004), Erzählungen, Romane, Essays und Kindergeschichten. Mitglied IG Autorinnen Autoren, Lesungen in Wien und Berlin. Zahlreiche Rezensionen für sandammeer.at. Veröffentlichungen: Die Ewiggleichen (Rampenlicht, Lyrik, 1997). Die zwei Leben des Sebastian (Erzählungen, Engelsdorfer, 2006). Das diabolische Experiment (Roman, Engelsdorfer, 2006). Zentralfriedhofs-Führer (Sachbuch, Tredition, 2008). Die schüchterne Zeugin (Roman, Arovell, 2009). Blumfeld, ein älterer Arbeitsloser (Erzählungen, Edition Schreiblöwe, 2009). Beiträge zu Anthologien, Zeitschriften sowie Besonderheiten (Auszug): Arbeitsbuch zum Leserpreis der Lesedition (1991). Erinnerungen (Zenit, 1998). Tabu (@cetera, 1999). Zehn Jahre Mauerfall (Heike Wenig Verlag, 1999). Interview mit dem Autor Franzobel (Buch- Lesemagazin Klaubauf, 2000). Wieder schlägt man ins Kreuz die Haken (Heike Wenig Verlag, 2001). Gedanken im Sturm (Abendstern Verlag, 2002). Maskenball (Verlag Jens Neuling, 2002). Literatour de France (Charlatan Verlag, 2003 und 2004). Literaturwettbewerb zur Schach-WM Kramnik vs. Leko (Charlatan Verlag, 2005). Buchstabensuppe (Edition Wimberger, 2009). Mystische Helden. Wald ohne Wiederkehr (Wunderwaldverlag, 2010)
Alle Bücher und noch ein paar mehr direkt beim Autor:


21. Januar 2012 um 15:11
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